“Ist meine Kosmetik giftig?” – meine Beauty-Routine in der Stillzeit

6–8 Minuten


Hier verrate ich dir, wie ich auf natürliche, stillfreundliche Pflegeprodukte umgestiegen bin – für alle, die Clean Beauty und Sicherheit suchen.

Als mein Kind zur Welt kam, hat sich nicht nur mein Alltag komplett verändert, sondern auch meine Einstellung zur Kosmetik. Schon während der Schwangerschaft hatte ich plötzlich das Gefühl, dass viele meiner bisherigen Produkte einfach nicht mehr zu mir passen.

Ich sag’s dir ehrlich: Ich hatte plötzlich Angst, dass alles giftig sein könnte. Ich wollte nicht einmal mehr Shampoo benutzen aufgrund der vielen Inhaltsstoffe. Rückblickend glaube ich, dass die neue Situation sehr viel mit meinem Körpergefühl gemacht hat. Plötzlich hinterfragte ich alles: Essen, Gerüche, Inhaltsstoffe, selbst Dinge, über die ich mir früher nie den Kopf zerbrochen hätte, standen nun ganz oben auf meiner Checkliste!

Ich habe in der Schwangerschaft meine komplette Beauty-Routine über Bord geworfen. Ich wollte Natürlichkeit und ein beruhigendes Gefühl.

Ich erzähle dir, auf welche Inhaltsstoffe ich schon während der Schwangerschaft – und erst recht nach der Geburt – ganz bewusst geachtet habe und welche tollen Alternativen bei mir schließlich ins Badregal einziehen durften.

Diese Inhaltsstoffe habe ich in der Schwangerschaft gestrichen

Mir ist wichtig zu sagen, dass es bei Inhaltsstoffen oft viele Meinungen gibt. Am Ende habe ich nach ausführlicher Recherche und meinem Bauchgefühl entschieden, was für mich passt – und genau das wünsche ich dir auch: Finde deinen eigenen Weg, der sich für DICH richtig anfühlt! 

Hier ist natürlich keine vollständige Liste aller möglichen Inhaltsstoffe, sondern einfach die Punkte, auf die ich persönlich besonders geachtet habe. Im Anschluss zeige ich dir die Alternativen, die für mich zu echten Favoriten geworden sind.

BHA und Salicylsäure: 

Vor der Schwangerschaft habe ich Produkte mit 2 % BHA, wie die von Paula’s Choice, wirklich geliebt – sie waren super effektiv, auch wenn mir klar war, dass das nicht gerade Naturkosmetik ist. Aber meine Haut war flawless (Danke, Paula!). Doch gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit war ich bei Inhaltsstoffen wie BHA nach ausführlicher Recherche deutlich vorsichtiger und habe sie komplett aus meiner Routine gestrichen. Auch wenn geringe Mengen von 0,5% als unbedenklich gelten (*). Für mich hat sich das einfach besser und sicherer angefühlt.

Parabene:

Parabene sind Konservierungsstoffe, die man auf den Inhaltsstofflisten meist als Methylparaben oder Propylparaben findet. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht, hormonähnlich zu wirken (also den Hormonhaushalt zu beeinflussen), auch wenn es dazu noch keine eindeutigen Studien gibt und weiterhin geforscht wird. Mein Bauchgefühl hat jedenfalls laut „Nope!“ gerufen, also sind während Schwangerschaft und Stillzeit nur noch parabenfreie Produkte bei mir eingezogen.

Stark parfümierte Produkte:

Eigentlich mochte ich dezente Düfte immer ganz gern – bis zur Schwangerschaft! Plötzlich konnte ich es überhaupt nicht mehr ertragen, wenn irgendwas einen künstlichen Duft hatte. Ich wollte einfach nur noch „nach mir“ riechen. Als frischgebackene Mama und erst recht als stillende Frau war mir das noch wichtiger: “Keine Duftwolken mehr, bitte!” Also habe ich kurzerhand alles gestrichen: Duftendes Haarspray, mein teures Parfum und sogar mein Duschgel. Aber es gibt ja auch tolle Alternativen, dazu gleich mehr!

Nagellack und -entferner:

Auf herkömmlichen Nagellack und Nagellackentferner habe ich in Schwangerschaft und Stillzeit ebenfalls vorsorglich verzichtet. Die intensiven Gerüche haben bei mir sofort Übelkeit ausgelöst – und irgendwann dachte ich mir: Wenn mein Körper so deutlich reagiert, dann möchte ich dieses Gefühl nicht einfach ignorieren. Gerade die klassischen Nagellacke enthalten Inhaltsstoffe wie Formaldehyd, Toluol oder Phthalate, weshalb ich damals bewusst erstmal keinen verwendet habe.

Außerdem habe ich gemerkt, dass Produkte mit zu vielen Zutaten mir suspekt sind und eine ellenlange Tabu-Liste wollte ich mir auch nicht antun. Daher griff ich am am liebsten zu Produkten, die überschaubare Inhaltsstoffe hatten.

Als super praktisch hat sich übrigens auch die App CodeCheck erwiesen, mit der man selbst schnell nachschauen kann, was drinsteckt – das hat mir beim Einkaufen echt geholfen (Nicht nur bei Kosmetik, sondern später auch bei Babyprodukten!)

Aber lass uns jetzt zum schönsten Teil kommen: Meine liebsten Produkte, die in dieser besonderen Zeit bei mir einziehen durften (und die ich wirklich von Herzen weiterempfehlen kann).

Meine Beauty-Produkte während der Stillzeit

Ich erinnere mich noch genau, wie ich damals hochmotiviert meinen ersten Online-Geburtsvorbereitungskurs gebucht habe – bloß nichts dem Zufall überlassen! Ich habe fleißig Checklisten abgearbeitet, dafür gesorgt, dass mein Baby auf keinen Fall in Beckenendlage liegt, jeden Eisenwert brav kontrolliert und natürlich penibel auf Rohmilchprodukte verzichtet. Ihr kennt das vielleicht auch, oder? Noch jemand hier aus dem Team: “Ich hoffe, ich mache alles richtig?”  

Aber mal ganz ehrlich, auf eine Sache war ich so gar nicht vorbereitet – nämlich darauf, wie sehr sich mein eigener Körper nach der Geburt verändern würde und welche Pflege er braucht.

Ich hatte nach der Geburt extrem trockene Haut im Gesicht und an den Füßen. Dazu kamen Haarausfall, hormonelle Veränderungen und das diffuse Gefühl, „anders“ zu riechen. Kennt ihr das auch? 

Eigentlich ist das gar nicht so schlimm, wenn man sich überlegt, wie unglaublich der weibliche Körper arbeitet! 

Hier bekommst du eine kleine Liste meiner Lieblingsprodukte die meiner Haut in dieser Zeit richtig gut getan haben:

  1. Reinigung:
    • Statt aggressiver Reinigungsprodukte habe ich mich für einen milden Reinigungsschaum von Medical Beauty Cosmetics entschieden.  Ich nutze ihn schon sehr lange und mag daran, dass er fast neutral riecht und sanft reinigt.
  2. Pflege:
    • Für mein Gesicht habe ich nach der Geburt sehr minimalistisch nur Aloe Vera von Biodaloe und Hyalauron Serum von Rosental verwendet. Ehrlicherweise brauchte meine Haut aber stärkere Pflege und nach langer Suche bin ich auf mein absolutes Lieblingsprodukt gestoßen: Tallow! Ich habe es schon vielen Müttern empfohlen, denn es ist unschlagbar gegen trockene Haut am ganzen Körper. 
    • Für die Füße: Ebenfalls eine dicke Schicht Tallow und Wollsocken drüber!
  3. Duschen:
    • Ich weiß, dass viele Frauen denken, ihr Körpergeruch nach der Geburt sei unangenehm. Aber als ich herausgefunden habe, dass Neugeborene sich förmlich am Geruch von Brust und Achseln orientieren (**), habe ich mein Duschgeld vorerst komplett gestrichen. Stattdessen habe ich mich anfangs nur mit Wasser und  Natron gewaschen (sparsam unter den Achseln). Später habe ich von dm das Ultra Sensitive von Balea Med benutzt.
  4. Haare:
  5. Sonnenschutz:
    • Für Sonnenschutz verwende ich gern die feste Sonnencreme von ForPeople. Ich verwende sie mittlerweile auch für mein Kind und schätze die sparsame Zutatenliste.
  6. Parfümersatz:
    • Wie schon gesagt, Parfüm habe ich komplett gestrichen und zugegeben, auch während meiner gesamten Stillzeit über drei Jahre nicht mehr angerührt. Aber für ein bisschen Frischeduft liebe ich den Klassiker von Rosense!

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Was ich gelernt habe:

  • Weniger ist mehr – gerade bei sensibler Haut nach der Geburt.
  • Es gibt viele stillfreundliche Kosmetikprodukte, die sich auch für trockene Haut nach der Geburt eignen.
  • Nicht jedes teure Produkt ist besser – manchmal sind es die einfachen, natürlichen Dinge, die helfen!
  • Es ist völlig normal, sich nach der Geburt unsicher zu fühlen, was Kosmetik angeht – aber mit der Zeit findet man seine Routine wieder.

Fazit:

Die Zeit nach der Geburt bringt viele Veränderungen mit sich – für Körper, Seele und Alltag. Es ist ganz normal, sich dabei manchmal unsicher zu fühlen oder Angst zu haben, Fehler zu machen. Für mich war es wichtig, auf Inhaltsstoffe zu achten und besonders sorgfältig mit meiner Pflege umzugehen, weil mir das Sicherheit gegeben hat. Aber das ist nur mein persönlicher Weg. Jede Mama darf und soll ihren eigenen Rhythmus finden und herausfinden, was sich für sie richtig anfühlt – ob mit viel Achtsamkeit bei der Produktauswahl oder mit den bewährten Lieblingsprodukten. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst, Geduld mit dir selbst hast und dir die Zeit gibst, in deiner neuen Rolle anzukommen. Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur deinen eigenen, individuellen Weg.

Quellen: 

(*) https://coslaw.eu/watchout/salicylicacid/

(**) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9989430/

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